Man könnte auch fragen: „Layern Sie schon oder cremen Sie noch?“. Der japanische Trend der Schichtarbeit für die Haut beginnt langsam auch in Europa zu greifen. Ich verrate, was hinter Layering steckt und wie man es richtig macht, um aus seiner Haut das Beste rauszuholen.
Wo kommt es her? Wer hat’s erfunden? Nein, es waren nicht die Schweizer. Auch meine griechische Oma hat sich das Gesicht mit Seife (aus der Apotheke) gewaschen und danach eingecremt – fertig. Und das, obwohl sie eine sehr gepflegte Dame war. Wäre sie Japanerin gewesen, könnte ich sagen, sie hat es mir beigebracht. Das Layering. Denn ausgiebige Reinigungs- und Pflegerituale haben dort eine lange Tradition. Die – der Globalisierung sei Dank – langsam auch bei uns in Europa Einzug halten.
Was braucht man dazu? Auf jeden Fall Zeit. Und Muße. Nachdem ich abends eher für die schnelle Pflege-Variante bin, verpasse ich meiner Haut morgens die Aufmerksamkeit, die sie sich verdient. Da wird ausgiebigst gereinigt, geklärt, massiert und geschmiert. Rein nach dem Grundprinzip mit der flüssigsten Konsistenz zu beginnen und sich bis zur cremigsten vorzuarbeiten. Aber alles der Reihe nach: Mein ganz persönliches Layering verrate ich in den folgenden sieben Steps!
- Reinigung: In die trockene Haut massiere ich Total Renew Oil* von Biotherm ein – ein Reinigungsöl, das bei Wasserkontakt leicht zu schäumen beginnt. Damit geht es ab unter die Dusche, wo meine Clarisonic-Bürste* (durch das Abreinigen damit, nimmt die Haut danach die Pflege um 60 Prozent besser auf) schon auf ihren Einsatz wartet. Diese feuchte ich an, schäume damit das Öl auf und spüle nach einer Minute Gesichtsmassage die Reste mit warmem Wasser ab.
- Toner: Meine Haut freut sich mittlerweile über reichhaltige Nahrung. Weshalb der Toner bei mir schon Pflegewirkstoffe beinhaltet. Der erste Pflegestep ist also Ultimate The Lotion von Sensai. Diese beinhaltet den Sakura Eternal Complex (hört sich kompliziert an, ist aber einfach gesagt ein Wirkstoff, der aus der Kirschblüte gewonnen wird und für vitalere Haut sorgt). Zwei Pumpstöße kommen davon in meine Hände und werden in sanft kreisenden Bewegungen auf Gesicht und Hals aufgetragen.
- Essenz: Was das ist? Eine mit Wirkstoffen angereicherte Lotion für die Gesichtshaut. Nachdem ich die meine gerne straffer hätte, kommt Rénergie Multi-Lift Gel-In-Lotion* von Lancôme zum Einsatz. Auch hier reichen zwei Pumpstöße, um die Haut mit Feuchtigkeit und Pflege zu versorgen. Ich verteile sie in den Hand-Innenflächen und drücke die Essenz sanft auf Gesicht, Hals und Dekolleté ein.
- Serum: Nachdem die Haut jetzt schon mal recht gut durchfeuchtet ist, reicht ein Pumpstoß von meinem The Revitalizing Hydrating Serum* von La Mer, um Gesicht und Hals mit Feuchtigkeit und Regeneration zu verwöhnen. Es beinhaltet Algen-Extrakte die die Feuchtigkeit in der Haut binden und ein Lime Tea Concentrate, das sie vor schädlichen Umwelteinflüssen schützt. Perfekt also, das Ding morgens aufzutragen.
- Emulsion: Es gibt sie – Zeiten, da juckt die Haut und wirkt unausgeglichen. Mir hilft da die Life Plankton Sensitive Emulsion* von Biotherm. Praktisch auch deshalb, weil sie so hautverträglich ist, dass man sie sogar zur Pflege der Augenpartie einsetzen kann. Diese cremige Emulsion verteile ich von der Gesichtsmitte nach außen hin in streichenden Bewegungen. Übrigens genügt auch hier ein Pumpstoß, da die Haut ja von den vorherigen Schritten gut genährt ist.
- Kurze Einwirkpause: Und jetzt werden erst Mal die Zähne geputzt – so haben die bisherigen Pflege-Lagen Zeit ordentlich von der Haut aufgenommen zu werden.
- Creme: Krönender Abschluss ist immer die Creme. Die Menge in Größe einer Erbse reicht, um der Haut den letzten Pflegekick zu geben. Im Moment bei mir im Einsatz: Powercell Skinmunity The Cream* von Helena Rubinstein. Die ist Dank ihrer Phyto-Wirkstoffe ein Schutzschild gegen schädliche Umwelteinflüsse und auch Stress.
Vorteile von Layering
Man hat viele schöne Produkte im Einsatz. Nein, Spaß beiseite. Die Haut ist durch Toner und Essenz schon gut durchfeuchtet und optimal auf die Pflege vorbereitet. Heißt soviel wie: Man braucht vom teuren Serum und der Creme geringere Mengen und kommt länger damit aus. Außerdem kann man – je nach Zustand der Haut oder Bedürfnis – einen der letzten beiden Schritte weglassen. Oder stattdessen im Urlaub direkt den Sonnenschutz auftragen.
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