Sonnengott Arthur

(Last Updated On: 15. Oktober 2017)

Mode ist ein Spiel. Das beherrscht man selbst ganz gut oder eben ein Designer – in diesem Fall Arthur Arbesser.

Sonnengötter gibt es laut Wikipedia 41 an der Zahl. Arthur ist keiner dabei. Ein Aton bei den Ägyptern, Apollo bei den Römern und die Griechen hatten den Apollon. Nur keinen Arthur. Dabei ist er für mich modisch gesehen der Sonnengott. Warum? So grau kann der Tag gar nicht sein – in seinen Designs geht die Sonne auf…

Zu herbstlich? Der Liebste hatte einen Einwand gegen dieses Outfit. Nein, nicht gegen das Design, die Form, die Farben oder überhaupt – er ist männlich-modischen Kummer gewöhnt. Es warad ihm nur wegen dem Sonnenschein gewesen, den wir gerade nach einer recht kalten, grauen und anhaltenden Wetterfront genießen dürfen. „Wie willst denn den – in den Babysocken steckenden – Frühlingsbeginn mit Herbstblättern am Anzug rüberbringen?“ und nachdrücklich „bist dir sicher?“. Ja, Liebster, bin ich mir – sehr sogar.

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Wie jetzt? Zugegeben, der Anzug stammt aus der H/W-Kollektion von Arthur Arbesser. Ist aber eigentlich vollkommen wurscht. Denn der Kerl hat ein Gefühl für starke Farben und Prints in seinen Kollektionen, das diese saisonunabhängig macht. Unverwechselbarkeit und wohlwollende Aufmerksamkeit ist einem mit seinen Designs sicher. Selbstsicherheit vorausgesetzt.

Beispiel? Stellen wir uns mal einen Office-Montag vor – in Jeans und beliebigem Pulli. Und jetzt in Jeans und der Blätterbluse. Spielt sich doch gleich was ganz anderes in unseren Köpfen ab – oder? Das Szenario kann man beliebig abändern. Blätterhose mit beliebigem Pulli, Blätterblazer zu Jeans mit Shirt, Blätterlbazer und Blätterbluse zur Hose in Bordeaux, die Kombis sind schier unendlich (übrigens: ich mag das Wort schier – wird viel zu selten verwendet). Das Ergebnis wird immer dasselbe sein: ein Hingucker!

Apropos Hingucker! So, wie ihr mich hier seht, erkenne ich mich selbst wieder. Was nicht so einfach auf Fotos ist. Und das habe ich zwei Menschen zu verdanken. Meinem Liebsten, Franco Garzarolli, der außer der Liebste vor allem ein genialer Fotograf ist und Martina Fasching: Freundin und Künstlerin, für mich ist sie die beste Make-up-Artistin ever. Ach ja – und natürlich Trudy, die das ganze Shooting über ein Auge auf mich geworfen hat.

Trudy meint:

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Ich will raus! Ja, eh, blablabla, mit dem Outfit geht die nie mit einem Pudel wie mir im Wald spazieren… Krieg ich dann endlich mal auch ein Leckerli? Bitte! Eigentlich dachte ich ja, die Martina kommt nur wegen mir. Dann beginnt die doch tatsächlich, sich nur um Frauchen zu kümmern. Passt der Lippenstift dazu und der Lidschatten? Und dann fängt Herrchen auch noch damit an, Frauchen ins rechte Licht zu rücken. Ich weiß echt nicht, wie lang ich das noch durchdrück…

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